Die besten bayrischen Gerichte, die unbedingt probiert werden sollten

Die bayrische Küche ist ebenso deftig wie abwechslungsreich. Das Essen ist zumeist relativ fleischlastig, wobei auch vegetarische Gerichte ihren Weg auf die Karten der zahlreichen Restaurants finden. Speziell in der Landeshauptstadt München im Süden des Landes wird die eigene Kultur, die eigene Küche und auch die allgemeine Lebensweise besonders zelebriert, weswegen man die typischen bayrischen Gerichte am besten dort kennenlernen kann. Die jeweiligen Gerichte überschneiden sich teilweise mit der schweizerischen und auch österreichischen Küche, doch viele Spezialitäten werden ausschließlich in Bayern und hier insbesondere im südlichen Teil des Landes aufgetischt. Die bekanntesten und traditionellsten sollen im Folgenden präsentiert werden.

Bild: mschiffm / Pixabay.com – CC0 Public Domain

1. Brezel und Weißwurst

Das wahrscheinlich bekannteste Frühstück im südlichen Bayern besteht aus frisch gebackenen und somit noch warmen Brezeln, wozu ein Paar Weißwürste gegessen wird. Traditionell wird die Brezel in ihrer herzhaften, salzigen Form gereicht, wobei die Brezel auch in der süßen Form aus Hefeteig in Bayern zu finden ist. Das Laugengebäck besteht in erster Linie aus Mehl, Malz, Hefe und Wasser, wobei der Teig vor dem Backen üblicherweise in eine Natronlauge eingetaucht wird. Diese Lauge bewirkt, dass die Brezel während des Backvorgangs eine goldbraune Farbe und eine knusprige Außenhülle erhält. Zudem wird zumeist noch grobkörniges Salz auf dem Teig verteilt. Die dazu gereichte Weißwurst besteht traditionell aus Kalbfleisch, welches mit diversen Kräutern und Gewürzen kleingehackt wird. Anschließend wird das fertige Fleischbrät in einen Darm abgefüllt, bevor die Wurst gar gekocht wird. Zur Wurst wird in Bayern ein süßlich-scharfer Senf gegessen. Das Besondere an diesem Gericht ist, dass sie in den Restaurants nur bis 12 Uhr am Mittag serviert wird.

2. Schnitzel

Das klassische Schnitzel wird nicht nur in Bayern gern gegessen, sondern auch in Österreich. Das originale Wienerschnitzel besteht aus Kalbfleisch, während das normale Schnitzel aus Schweinefleisch besteht. Das jeweilige Schnitzel wird zuerst in Mehl gewendet, dann in Ei, um anschließend das Fleisch in Semmelbrösel zu geben. Dieser Dreischritt bewirkt während des Bratens eine ganz besondere Kruste. Wichtig ist, dass das Schnitzel vor dem Panieren flach geklopft wird und somit hauchdünn in einer Pfanne mit Butterschmalz ausgebacken wird. Dadurch, dass das Schnitzel während des Bratens dauerhaft geschwenkt wird, wölbt sich die Panade nach oben und schlägt kleine und größere Bläschen, die ein Zeichen dafür sind, dass der Koch die richtige Zubereitungsart beherrscht. Zum Schnitzel wird in der Regel ein Kartoffelsalat, ein Zitronenspalt und Preiselbeeren gereicht.

3. Spätzle

Spätzle sind eines der wenigen Gerichte aus dem Süden Deutschlands, die ohne Fleisch auskommen. Hierbei handelt es sich um eine Art Nudelteig, der auf einem nassen Holzbrett flach aufgetragen wird, um ihn anschließend mit einem Messer in kochendes Wasser zu hobeln. Somit gleich keine Nudel der anderen. Abgerundet wird die Teigware mit einer ordentlichen Portion Käse, mit dem die Spätzle überbacken werden. Zum Schluss werden die Spätzle mit Petersilie und Röstzwiebeln serviert.

4. Sauerkraut

Beim Sauerkraut handelt es sich um eine übliche Beilage zu diversen Fleischgerichten. Sauerkraut wird im Ausgangsprodukt als Weißkohl oder auch Spitzkohl bezeichnet, der erst durch den Prozess der Milchsäuregärung zum Sauerkraut wird. Das Kraut wird zudem noch gekocht und durchgegart, wobei nicht selten auch Weißwein und/oder Weintrauben hinzugegeben werden, die dem Sauerkraut einen ganz besonderen Geschmack verleihen. Der typische Zubereitungsprozess ist ein sehr langer und nimmt in etwa drei bis sieben Wochen in Anspruch.

5. Knödel

Auch die Knödel werden in erster Linie als Beilage – gerne auch in Verbindung mit dem bereits erwähnten Sauerkraut – gegessen und ersetzen somit quasi die typische Kartoffel. Die Zubereitungsarten variieren innerhalb Deutschlands und sogar innerhalb Bayerns enorm. Die Hauptbestandteile können entweder Kartoffeln, Brötchen oder auch Mehl sein. Üblicherweise werden zum Rohteig Milch und Kräuter hinzu gegeben, bevor die Knödel in kochendem Salzwasser gegart werden.

Bild: Suedelbien / Pixabay.com – CC0 Public Domain

Restaurants und Lokale

All die erwähnten Gerichte, Beilagen und Variationen werden in den vielen Restaurants im Herzen Münchens angeboten. Die Dichte an Restaurants und Essensmöglichkeiten ist sehr hoch, weshalb drei Lokalitäten eine besondere Erwähnung finden sollen. Zum einen kann Andy’s Krablergarten empfohlen werden, wobei sich die Betreiber auf Schnitzel und deren Variationen spezialisiert haben. Der Görreshof hingegen serviert die klassische bayerische Küche mit Schweinshaxe, Schnitzel, Spätzle und auch Leberkäse, wozu regionale Biere angeboten werden. Das Münchner Zwickel kann mit vielen verschiedenen Versionen von „Pflanzerln“ überzeugen, welche auch unter dem Namen Fleischbällchen oder Frikadellen bekannt sein dürften.

Dass es heutzutage nicht mehr nötig ist, die Lokalitäten und Restaurants persönlich aufzusuchen, zeigen die Lieferservices in München. Immer mehr Restaurants arbeiten mittlerweile in München mit Unternehmen wie pizza.de zusammen, wodurch auch Lokale ohne eigenen Lieferservice ihre Gerichte vor die Haustür der Kunden liefern können. Somit kann die bayrische Küche auch in den eigenen vier Wänden gut entdeckt werden.



Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen