Mobiles Arbeiten liegt in Deutschland voll im Trend

Flexibles Arbeiten wird immer wichtiger, und das betrifft längst nicht nur die Arbeitszeiten. Viele Arbeitnehmer wollen heutzutage auch räumlich ungebunden sein und dort arbeiten, wo sie möchten. Das kann zu Hause im Home Office oder unterwegs sein. Viele junge Menschen und Berufseinsteiger träumen sogar davon, sich gänzlich selbstständig zu machen, um genau so zu arbeiten, wie sie es sich vorstellen. Wie das in Deutschland möglich ist, erklären wir hier.

Sich für einige Wochen in ein romantisches Häuschen am Meer oder im Harz zurückziehen, um Inspiration und Konzentration für ein Buchprojekt zu finden – das war schon vor der Erfindung der digitalen Technologien möglich. Schließlich benötigt man zum Schreiben nur die eigene Vorstellungskraft sowie Stift und Papier. Heutzutage ist es sogar bei technisch anspruchsvollen und umfangreichen Projekten möglich, außerhalb des Büros zu arbeiten – sei es zu Hause, im Café oder im Ausland.

Bild: Pexels – Pixabay.com – CC0 Public Domain

Digitale Nomaden

Freelancer aus der IT-Branche können ihre Arbeit meistens problemlos mit Reisen verbinden – man nennt sie nicht umsonst Digitale Nomaden. Selbst für Start-ups mit einem kleinen Team ist es mit entsprechender Vorbereitung möglich, dass alle Beteiligten von verschiedenen Orten aus arbeiten. Für große IT-Projekte wie den Aufbau komplexer Websites und Datenbanken benötigt man zwar leistungsfähige Server mit großem Arbeitsspeicher und ausreichend Speicherplatz, doch müssen sich diese nicht zwingend in den eigenen Räumlichkeiten befinden. Stattdessen kann hierfür ein Server in einem Rechencenter gemietet werden. Wer besonders flexibel sein will, genießt bei einem dynamischen Cloud Server außerdem den Vorteil, jederzeit die Kapazitäten seines Servers nach Bedarf erhöhen oder verringern zu können.

Virtuelle Unternehmen

Die Entwicklung hin zu mehr zeitlicher und räumlicher Flexibilität hat dazu geführt, dass einige Unternehmen inzwischen komplett virtuell arbeiten. Es handelt sich dabei entweder um Einzelunternehmen oder Freelancer, die sich für ein Projekt zusammenfinden, oder um ein einziges Unternehmen, das mehrere Projekte im virtuellen Umfeld umsetzt. In diesen Netzwerkorganisationen erfolgt der Austausch hauptsächlich mittels digitaler Kommunikationstools. Die Projektbeteiligten können auf diese Weise problemlos in unterschiedlichen Städten oder in verschiedenen Ländern arbeiten. Es ist jedoch auch möglich, selbst Gründer eines virtuellen Unternehmens zu werden und unabhängig vom Standort genau die Mitarbeiter zu beschäftigen, die für das Projekt am besten geeignet sind.

Flexibel arbeiten trotz Anstellung

Doch auch in traditionellen Unternehmen können die Mitarbeiter vom „Remote“-Arbeiten profitieren. Laut Statistischem Bundesamt wird mobiles Arbeiten derzeit in 61 Prozent der deutschen Unternehmen zumindest einigen Mitarbeitern ermöglicht. Am häufigsten ist dies in großen Unternehmen mit mindestens 250 Beschäftigten der Fall: Ganze 94 Prozent gestatten ihren Mitarbeitern mobiles Arbeiten. Auch der Arbeitgeber profitiert davon: Er spart Kosten und hat überdies zufriedenere und gesündere Mitarbeiter.



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