Spannung pur: Wie moderne Erwachsene ihren Spieltrieb füttern

Das Spielen liegt den Menschen im Blut, daran lässt sich nichts ändern. Auch wenn die Jahre voranschreiten, lässt dieser innere Drang nicht nach, spannende Abenteuer zu erleben, die keine Gefahr in sich bergen. Im Spiel leben wir uns aus, holen uns unsere Dosis Spaß und Lebensfreude, kommen mit anderen Menschen auf entspannte Weise in Kontakt. In der modernen Welt eröffnen sich immer mehr Möglichkeiten, als Erwachsener spielerisch tätig zu werden, jeder findet seine eigene Nische.

Spieltrieb bei Erwachsenen
Bildquelle: Bloomicon – Shutterstock.com

Längst nicht „unmodern“: analoge Spiele rund um den Küchentisch

Natürlich gibt es sie noch immer, diese Leute, die von den analogen Gesellschaftsspielen rund um den Küchentisch nicht lassen können. Das wird auch an den Verkaufszahlen für Brett- und Kartenspiele deutlich, die weiterhin hoch genug sind, um Unternehmen wie Ravensburger, Lego und Schmidt Spiele erblühen zu lassen. Die meisten dieser Firmen habe auch eine umfangreiche Sparte für Spiele, die frühestens ab Teenageralter zu meistern sind. Jedes Jahr wird ein „Spiel des Jahres“ gekürt, 2020 war es „Pictures“ aus dem PD-Verlag. Auch Klassiker wie „Carcassonne“, „Monopoly“ und „Mensch-ärgere-dich-nicht“ kommen immer wieder auf den Tisch. Ganz zu schweigen von einfachen Zettelspielen wie „Stadt, Land, Fluss“, die es zum Beispiel auch in bayerischer Variante gibt. Wirklich altmodisch wird diese Art von Spielen wohl nie, weil immer neuer Nachschub kommt, der sich an den aktuellen Bedürfnissen orientiert.

Keinesfalls unsozial: digitale Games rücken die Welt zusammen

Keine Frage, die digitale Spielewelt erlebt seit Jahren einen enormen Auftrieb. Sicher gibt es mittlerweile mehr Menschen, die am Handy oder an der Konsole ein kleines Spielchen wagen, als Leute, die sich tatsächlich noch mit anderen gemütlich am Tisch versammeln. Das virtuelle Gaming ist trotzdem alles andere als unsozial, ganz im Gegenteil, die Vernetzung reicht hier weit über den eigenen Freundeskreis hinaus bis an die Enden der Erde. Und auch für Sicherheit ist gesorgt, es gibt Alterskennzeichnungen, Lizenzierungen und seriöse Bewertungsportale, die zum Beispiel den Trustly Betrugstest nutzen. Gerade wenn es im Spiel um Geld geht, ist es wichtig, ganz genau hinzusehen und sich einen Anbieter mit fairen Geschäftsbedingungen herauszusuchen. Dann tritt der Japaner gegen die Mexikanerin an, die Hamburgerin gesellt sich ins Team der Münchner und die beiden amerikanischen Freunde lernen im Spiel zwei nette Australierinnen kennen. Spielen ist eben immer auch ein Stück weit sozial, es verbindet Menschen, ob nun digital oder in der physischen Welt.

Mensch gegen Maschine: Auch „allein“ lässt es sich wunderbar spielen

Das soll natürlich nicht heißen, dass Eigenbrötler und Einsiedlerkrebse keine Daseinsberechtigung haben. Wer sich kurzzeitig oder über längere Phasen hinweg zurückziehen und seine Spielewelt solo erleben möchte, der kann das nach Herzenslust tun. Nicht umsonst wurde schon Mitte der 1990er der erste ernst zu nehmende Schachcomputer namens Deep Blue entwickelt. Ihm gelang es sogar, den damals amtierenden Schachweltmeister Garri Kasparow im ersten Anlauf zu schlagen. Dieser konnte zwar im Nachgang drei Siege gegen die Maschine erringen, trotzdem ging Deep Blue mit seinem bewundernswerten Coup in die Geschichte ein. Mittlerweile empfinden wir es als ganz normal, wenn wir uns an einem Computergegner kräftig abarbeiten müssen, denn die Rechner sind bedeutend schlauer und raffinierter geworden. Umso mehr Spaß macht es, sich der KI zu stellen und diese womöglich auf höchstem Level auszutricksen.

Technik
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Analoge Solospiele für alle, die gern ganz „unter sich“ sind

Auf dem analogen Parkett sind echte Solospiele verbreitet, die nicht einmal eine künstliche Intelligenz benötigen, um zu funktionieren. Das Kartenspiel „Solitaire“ gehört mit dazu, es wird mit einem regulären Kartenset gespielt und verfügt über ganz einfache Regeln. Zu den Gesellschaftsspielen ohne zwingend notwendige Gesellschaft gehört auch das abenteuerliche Brettspiel „La Granja“ ebenso wie „Mage Knight“ und „Monster Expedition“. Den genannten Games ist zu eigen, dass sie wahlweise ganz allein oder mit weiteren Teilnehmern gespielt werden können, ideal also, um alle aufkommenden Bedürfnisse je nach Situation auszuleben. Wer sich mit diesem Spielmaterial ausrüstet, der überdauert auch einsame Zeiten und hat gleichzeitig stets eine Trumpfkarte zur Hand, wenn spielfreudige Freunde die Bude stürmen. Im Grunde gehören solche und ähnliche Spiele in jeden Vorratsschrank, zumindest bei Leuten, die nicht rein digital gepolt sind.

Zum Schluss noch ein Wort zu den typischen Partyspielen, die jeden Erwachsenen im Nu um Jahrzehnte verjüngen. Sie zeigen wohl am ehesten, dass auch die Großen richtig albern und unvernünftig sein können. Warum auch nicht, schließlich ist der Alltag schon ernst genug!

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