Traditionsvereine müssen zittern

Die 2. Bundesliga befindet sich in der heißen Phase der Saison. Doch bei nur noch zwei zu absolvierenden Spielen stehen nicht die großen Favoriten aus Hamburg oder Stuttgart ganz oben in der Tabelle, sondern Arminia Bielefeld. Die Traditionsvereine befinden sich nur in der Rolle der Verfolger. Das Saisonziel, die Rückkehr in die Bundesliga, ist noch lange nicht geschafft. Davon kann man beim Absteiger aus Nürnberg nur träumen. Der Club befindet sich weiter im freien Fall und läuft Gefahr, vom Oberhaus bis in die 3. Liga durchgereicht zu werden.

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HSV – Bloß nicht noch ein Jahr 2. Liga

Die Hamburger spielen ihre zweite Saison in der 2. Bundesliga. Dass ein großer Name noch lange keine Garantie für den Aufstieg ist, haben sie bereits am eigenen Leib erfahren müssen. Vergangene Spielzeit fehlte ein Punkt zum zweiten Platz, doch mit 56 Zählern reichte es am Ende nicht einmal für die Relegation. Mehr als Rang vier war für die stolzen Rothosen einfach nicht drin. Dennoch ist der Aufstieg für die Mannschaft noch immer möglich. Ähnlich geht es jedoch auch in der 1. Bundesliga zurzeit um den Abstieg in die 2. Liga. Laut den Live-Wetten von bet365 ist dieser mit Quoten von 1,44 und 1,53 für Werder Bremen bzw. Fortuna Düsseldorf sehr wahrscheinlich. Diese müssten sich dann wieder in der nächsten Saison beweisen und um den Aufstieg kämpfen.

Der HSV hat zwischen dem 22. und dem 31. Spieltag nur noch dreimal gewonnen. In der Rückrunde belegen die Rothosen lediglich den vierten Platz. Das könnte am Ende wieder zu wenig sein. Richtungsweisend wird das Spiel am vorletzten Spieltag beim 1. FC Heidenheim.

VfB hat es schon einmal geschafft

Die Stuttgarter könnte es in dieser Saison ähnlich ergehen, wie dem HSV im vergangenen Jahr. Zwar wurde der sofortige Wiederaufstieg nach dem Abstieg in der Saison 2015/16 geschafft, damals mussten die Schwaben aber auch nicht über die Relegation gehen. Das könnte Stuttgart diesmal durchaus drohen. Bielefeld ist enteilt und der Dreikampf mit dem HSV und Heidenheim wird definitiv kein Selbstläufer.

Wie der HSV schwächelt auch der VfB in der Rückrunde. Zwischen den Spieltagen 24 und 31 setzte es gleich vier Niederlagen. Ein ganz bitterer Rückschlag war dabei die 1:2-Pleite im Derby gegen den KSC. Im Gegensatz zu Hamburg hat Stuttgart im weiteren Saisonverlauf zumindest keinen direkten Konkurrenten im Aufstiegsrennen mehr vor der Brust.

Nürnberg droht der Super-Gau

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Während Hamburg und Stuttgart zwar die Meisterschaft verpassen werden, zumindest aber um den Aufstieg kämpfen, wird es für den Club aus Nürnberg eng. Auch im Frankenland träumte man insgeheim von der direkten Rückkehr ins Oberhaus. Die Realität sieht jedoch gänzlich anders aus. Der Absteiger befindet sich weiter im freien Fall und könnte am Ende sogar in der 3. Liga landen. Schon während der Hinrunde wurde es deutlich, dass es eine schwere Saison für die Nürnberger werden würde. Am Ende beendete man das Jahr lediglich auf Rang 16.

Eine Tendenz nach oben ist seitdem nicht zu erkennen. Der Club steckt nach wie vor mitten im Abstiegskampf. Zweimal binnen zwei Jahren abzusteigen, wäre kein Novum. Selbiges Schicksal ereilten bereits Klubs wie dem FC St. Pauli, den Kickers Offenbach, den TSV 1860 München oder Fortuna Düsseldorf. Jüngstes Beispiel ist der SC Paderborn, der inzwischen aber wieder in Deutschlands Elite-Liga angekommen ist. Dass dies aber nicht immer der Fall sein muss, zeigt der Blick auf die 3. Liga. Dort tummeln sich mit Kaiserslautern, Braunschweig oder 1860 München große Namen der deutschen Fußballgeschichte. Vielleicht gehört der 1. FC Nürnberg bald dazu.

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