Das Neckartal, eine der schönsten Flusslandschaften im südwestlichen Deutschland, bietet Radfahrern eine abwechslungsreiche und landschaftlich reizvolle Strecke. Die Fahrradroute entlang des Neckars ist nicht nur wegen ihrer malerischen Aussichten beliebt, sondern auch aufgrund der kulturellen Schätze und historischen Städte, die sich entlang des Flusses befinden. Im Folgenden wird eine ausführliche Beschreibung der typischen Route sowie der wichtigsten Sehenswürdigkeiten gegeben.

(© Manuel Schönfeld – stock.adobe.com)
Inhalt
- Ausgangspunkt: Stuttgart
- Erste Etappe: Stuttgart bis Esslingen (ca. 15 km)
- Zweite Etappe: Esslingen bis Plochingen (ca. 12 km)
- Dritte Etappe: Plochingen bis Nürtingen (ca. 10 km)
- Vierte Etappe: Nürtingen bis Tübingen (ca. 25 km)
- Fünfte Etappe: Tübingen bis Rottenburg am Neckar (ca. 20 km)
- Sechste Etappe: Rottenburg bis Horb am Neckar (ca. 30 km)
- Letzte Etappen: Horb bis Villingen-Schwenningen (ca. 50 km)
- Besondere Sehenswürdigkeiten entlang des Neckarradwegs:
- Hinweise zur Planung:
- Fazit:
Ausgangspunkt: Stuttgart
Die beliebteste Fahrradtour entlang des Neckars beginnt meist in Stuttgart, der Landeshauptstadt Baden-Württembergs. Von hier aus führt der Neckar-Radweg zunächst durch den Stuttgarter Stadtteil Bad Cannstatt, wo man mit einem Besuch in den berühmten Mineralbädern oder dem Wilhelma-Zoo einen schönen Einstieg erleben kann. Der Weg verläuft anfangs noch städtisch geprägt, doch schon bald öffnet sich das Tal zu einer weitläufigeren Landschaft.
Erste Etappe: Stuttgart bis Esslingen (ca. 15 km)
Auf dieser ersten Etappe radeln Sie auf gut ausgebauten Radwegen immer Richtung Osten am Neckar entlang. In Esslingen am Neckar lohnt sich ein Halt besonders wegen der mittelalterlichen Altstadt mit ihren Fachwerkhäusern, dem alten Rathaus und der Burg Esslingen. Diese Stadt besticht durch ihre historische Atmosphäre und zahlreiche kleine Cafés und Restaurants.
Zweite Etappe: Esslingen bis Plochingen (ca. 12 km)
Weiter geht es flussabwärts nach Plochingen, wo sich das Naturschutzgebiet „Neckarinsel“ befindet – ein kleines Paradies für Vogelbeobachter und Naturfreunde. Der Weg führt größtenteils an Feldern und Wiesen vorbei, was eine entspannte Fahrt ermöglicht. In Plochingen selbst gibt es einige schöne Plätze direkt am Wasser zum Verweilen.
Dritte Etappe: Plochingen bis Nürtingen (ca. 10 km)

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Nürtingen liegt idyllisch eingebettet zwischen Weinbergen und dem Flusslauf des Neckars. Hier können Radfahrer die pittoreske Altstadt erkunden oder einen Abstecher zum Schlossberg unternehmen. Der Blick von oben über das Neckartal ist beeindruckend.
Vierte Etappe: Nürtingen bis Tübingen (ca. 25 km)
Diese etwas längere Strecke führt weiter talabwärts durch teilweise bewaldete Abschnitte und offene Auenlandschaften. Tübingen ist ein absolutes Highlight auf der Tour – die Universitätsstadt besticht durch ihre lebendige Kulturszene, die historische Altstadt mit Kopfsteinpflasterstraßen sowie das Stocherkahnfahren auf dem Neckar, welches besonders im Sommer sehr beliebt ist.
Fünfte Etappe: Tübingen bis Rottenburg am Neckar (ca. 20 km)
Rottenburg ist bekannt für seine gut erhaltene Altstadt mit beeindruckenden Kirchen wie dem Dom St. Martin sowie zahlreichen Museen zur regionalen Geschichte. Die Strecke dorthin führt weiterhin durch abwechslungsreiche Natur- und Kulturlandschaften.
Sechste Etappe: Rottenburg bis Horb am Neckar (ca. 30 km)
Diese lange Etappe bringt Sie tiefer ins Schwäbische Albvorland hinein – hier wechselt die Landschaft zunehmend zu sanften Hügeln mit kleinen Dörfern und Weinbergen neben dem Flussufer. Horb selbst präsentiert sich als charmante Kleinstadt mit mittelalterlichem Flair.
Letzte Etappen: Horb bis Villingen-Schwenningen (ca. 50 km)
Der letzte Abschnitt führt endgültig hinaus aus den Ballungsgebieten in den Schwarzwald hinein, wo der Neckar seinen Ursprung hat. Entlang dieser längeren Strecke bieten sich immer wieder Gelegenheiten zur Einkehr in traditionellen Gasthöfen oder zum Spaziergang in naturnahen Parkanlagen wie etwa im Kloster Beuron oder bei den Wasserfällen rund um Bad Dürrheim.
Besondere Sehenswürdigkeiten entlang des Neckarradwegs:
- Schloss Solitude bei Stuttgart: Ein barockes Lustschloss mit herrlicher Aussicht.
- Burg Hohenneuffen nahe Nürtingen: Eine Burgruine hoch über dem Tal mit fantastischem Panorama.
- Universität Tübingen: Historisches Herzstück einer lebhaften Studentenstadt.
- Dom St. Martin in Rottenburg: Beeindruckende gotische Kathedrale.
- Kloster Beuron im Donautal nahe Sigmaringen (Abzweigung vom Neckartal): Eines der bedeutendsten Benediktinerklöster Deutschlands.
- Naturschutzgebiete, z.B., „Neckarschleife bei Lauffen“ oder „Altwasserbereiche“ für Flora und Fauna-Liebhaber.
Hinweise zur Planung:
Der gesamte Neckarradweg erstreckt sich über mehr als 350 Kilometer von seiner Quelle im Schwarzwald bei Villingen-Schwenningen bis zur Mündung in den Rhein bei Mannheim beziehungsweise Ludwigshafen am Rhein; viele Radfahrer wählen jedoch nur Teilstrecken je nach Zeitbudget oder Interesse aus.
Die Wege sind überwiegend asphaltiert bzw. gut befestigt, wodurch sie sowohl für Freizeitradler als auch für sportlich ambitionierte Fahrer geeignet sind. Es gibt zahlreiche Unterkunftsmöglichkeiten vom einfachen Gasthof bis hin zu komfortablen Hotels direkt an der Route.
Da das Wetter insbesondere im Frühling und Herbst wechselhaft sein kann, empfiehlt es sich stets wetterfeste Kleidung mitzunehmen sowie ausreichend Proviant einzupacken – unterwegs laden aber viele Biergärten und Gaststätten dazu ein, regionale Spezialitäten zu genießen.
Fazit:
Eine Radtour entlang des Neckartals bietet eine perfekte Kombination aus sportlicher Betätigung, eindrucksvoller Naturerfahrung sowie kulturellem Genuss zahlreicher historischer Orte und Bauwerke. Ob als Tagesausflug oder mehrtägige Reise geplant – diese Route zählt zu den schönsten Fahrraderlebnissen in Süddeutschland überhaupt und hinterlässt bleibende Eindrücke von einer vielfältigen Region voller Leben und Geschichte.