Heidelberger Schloss – Sehenswürdigkeit mit bewegter Geschichte

© mojolo - Fotolia.com
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Das Heidelberger Schloss zählt zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt Heidelberg. Das Schloss hat auf jeden Fall eine bewegte Geschichte hinter sich. So wurde es Ende des siebzehnten Jahrhunderts zerstört und war fast hundert Jahre eine völlige Ruine. Erst Anfang des siebzehnten Jahrhunderts fanden einige Renovierungen statt, die jedoch 1764 durch einen Blitzschlag wieder zunichte gemacht wurden.

Die Geschichte des Schlosses

Genau Belege gibt es nicht darüber, doch schätzen Wissenschaftler den Baubeginn des Heidelberger Schlosses auf das vierzehnte Jahrhundert. Der Bau sollte fast dreihundert Jahre dauern. Aus diesem Grund sind in dem Schloss verschiedene Baustile ineinander vereint. Die verschiedenen Baustile reichen von der italienischen Renaissance, der Gotik bis hin zu frühen Romantik. Aus diesem Grund werden die einzelnen Abschnitte des Schlosses ihrer Bauzeit geordnet.

Die verschiedenen Gebäude des Heidelberger Schlosses:

a) Der Englische Bau
Der Teil des Schlosses entstand zwischen den Jahren 1612 und 1619 während der Regentschaft des Kurfürsten Friedrichs V. Von dem Bau sind heute allerdings nur noch Ruinen erhalten. Der Name des Gebäudes steht eng in Verbindung mit Elisabeth Stuart, die Frau des Kurfürsten.

b) Friedrichsbau
Der Friedrichsbau wurde auf Wunsch Friedrichs IV. Anfang des sechzehnten Jahrhunderts errichtet. Zwischen dem siebzehnten und achtzehnten Jahrhundert brannte der Bau jedoch völlig aus und ist der einzige Teil des Schlosses der zu Beginn des neunzehnten Jahrhunderts wieder restauriert wurde. Mitte des neunzehnten Jahrhunderts wurde auch die Schlosskapelle umfassend renoviert, wo auch heute noch Trauungen möglich sind.

c) Fassbau
Dieses Bauwerk begeistert seine Besucher durch seinen spätgotischen Baustil. Es stammt aus dem sechzehnten Jahrhundert. In dem Gebäude befindet sich eine der Hauptattraktionen des Schlosses, das Heidelberger Fass. Das Fass stammt aus Mitte des siebzehnten Jahrhunderts und hat eine Länge von neun Metern und eine Höhe von acht Metern. Insgesamt kann das Fass gut 221 726 Liter Wein fassen.

d) Der Ottheinrichsbau
Dieser Teil des Heidelberger Schlosses ist eine Mischung verschiedener Baustile, bestehend aus der italienischen, deutschen und niederländischen Frührenaissance. Der Namensgeber ist der Kurfürst Ottheinrich, unter dessen Regentschaft der Ottheinrichsbau zwischen den Jahren 1557 und 1566 errichtet worden ist. In seinem Erdgeschoss treffen Touristen noch auf Erstaunliches, denn hier befindet sich ein Apothekenmuseum.

Weitere Gebäudeteile, die das Heidelberger Schloss ausmachen, sind der Gläserne Saalbau, der Frauenzimmerbau, der Ludwigsbau, der Bibliotheksbau und der Ruprechtsbau.

Öffnungszeiten:
Schloss Besichtigung nur im Rahmen von Führungen möglich. Bitte um telefonische Voranmeldung.
Täglich 8.00 – 18.00 Uhr
Letzter Einlass 17.30 Uhr

Kontakt:
Schloss Heidelberg
69117 Heidelberg

Tel.: +49 (0) 62 21/53 84 14
Fax: + 49 (0) 62 21/16 77 32
www.schloss-heidelberg.de

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