Deutsche Küche – Mehr als Sauerkraut, Eisbein und Co

Bild: cegoh - Pixabay.com
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Fragt man in anderen Ländern nach der deutschen Küche, fällt den meisten zuerst das deutsche Traditions-Essen Sauerkraut ein. Danach folgt auf Eisbein und Currywurst oft nur noch die immense Auswahl an verschiedenen Brotsorten. Obwohl die internationale Beliebtheit dieser deutschen Speisen sicherlich eine Ehre ist, bleibt die kulinarische Vielfalt Deutschlands so schlicht auf der Strecke. Dabei birgt die deutsche Küche eine Vielseitigkeit, die sich sogar schon im Vergleich der Bundesländer zeigt: Viele bekannte und weniger bekannte deutsche Spezialitäten haben in verschiedenen Region nicht nur unterschiedliche Namen, sondern werden von Region zu Region völlig anders und immer wieder neu interpretiert. Dies zeigt sich zum Beispiel an den zwei folgenden Gerichten aus dem deutschen Südwesten.

Sauerbraten – Rheinisch aufgeschmort

Der Sauerbraten gehört zu den traditionellen Gerichten des Rheinlands, er ist jedoch auch nach Badischer, Schwäbischer, Fränkischer, Sächsischer, Dresdener und Westfälischer Rezeptur bekannt. Im Rheinland kommt der Sauerbraten meist zum „lecker Kölsch“, dazu gibt’s Rotkohl, Kartoffelknödel und braune Soße mit Rosinen auf die Teller. Andernorts wird der Braten hingegen von Spätzle, Nudeln oder Karotten begleitet und statt Rosinen mit Lebkuchen, Wacholder und Preiselbeeren angereichert. Die Zubereitung des Fleischs variiert hingegen wenig: Vor dem Verzehr wird das Fleisch in Marinade eingelegt. Erst nach ein paar Tagen wird der Braten schließlich angebraten und im Backofen geschmort. Früher verwendete man dazu einen großen Topf. Heute greifen die meisten Gaststätten und Privathaushalte bei der Zubereitung jedoch eher zu Brätern, wie diese hier von WMF. Auf diese Weise lassen sich größere Portionen Fleisch wesentlich fettarmer und einfacher zubereiten.

Dibbelabbes – Saarländisch gebacken

Der Dibbelabbes ist im deutschen Südwesten beheimatet, der nicht nur geographisch, sondern auch kulinarisch nah am französischen Elsass liegt. Neben Flammkuchen und Riesling reiht sich das Gericht jedoch eher als deutsche Kost auf der Speisekarte der Saarländer ein: Hinter dem ulkigen Namen verbirgt sich eine Kartoffelspeise, die auch in der Eifel, im Hunsrück, dem Rheinland und im Westerwald verbreitet ist. Das Rezept sowie der Name variieren dabei entsprechend der Region: Im Rheinland ist das Ofengericht so ausschließlich als DöppeKooche bekannt. Generell besteht der Teig jedoch meist aus rohen Kartoffeln, geriebenen oder gewürfelten Zwiebeln, gewürfeltem Dörrfleisch oder Mettwurst, in Milch eingeweichten Brötchen und Eiern, die im Ofen zum Riesenrösti gebacken werden. Dazu gibt’s meist Endiviensalat oder Apfelmus. Schon mit Blick auf diese zwei Gerichte wird klar: Deutschland bietet viele unterschiedliche Gerichte, Zutaten und Wege, diese individuell als köstliche Spezialitäten zuzubereiten. Eine kulinarische Entdeckungsreise durch Deutschland lohnt sich daher nicht nur für Touristen – auch deutsche Genussmenschen kommen im eigenen Land voll und ganz auf ihre Kosten. Höchste Zeit also für Ihren kulinarischen Trip durch deutsche Küchen!

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